Alexey Neklyudov, Tenor

Der junge Tenor Alexey Neklyudov zählt zu den großen Hoffnungen im lyrischen Tenorfach. Sein Debüt bei den Bregenzer Festspielen 2019 als Lenski (Eugen Onegin) war ein weithin beachteter Erfolg, nachdem er bereits sehr erfolgreich an der Deutschen Oper am Rhein als Alfredo (La Traviata) sowie am Theater St. Gallen als Nemorino (Elisir d‘ amore) debütiert hat. Zu den Verpflichtungen der Saison 2019/20 zählen eine Reihe weiterer hochkarätiger Debüts: als Ferrando (Cosi fan tutte) wird er erstmals an der Oper Zürich auftreten, an der Komischen Oper Berlin debütiert er als Alfredo in der Neuproduktion La Traviata und bei der Gulbenkian Foundation Lissabon wird er den Lenski in konzertanten Aufführungen des Eugen Onegin unter der Leitung von Lorenzo Viotti singen. Als regelmäßiger Gast des Bolshoi-Theaters Moskau wird er hier ebenfalls als Alfredo und Lenski zu hören sein.

Bereits mit seinem Debüt in West-Europa als Nemorino in Elisir d’amore am Badischen Staatstheater Karlsruhe hatte der junge Tenor von sich Reden gemacht und konnte diesen Erfolg mit den Rollendebüts als Tamino (Zauberflöte), Oronte (Alcina) und Percy (Anna Bolena) am selben Haus in der Spielzeit 2017/18 untermauern. Mit dem Moscow Chamber Orchestra unter Stefano Montanari gab er 2018 sein glänzendes Debüt als Don Ottavio in konzertanten Aufführungen des Don Giovanni in der Tchaikovsky Concert Hall und sang den Belfiore in einer Neuproduktion von Il viaggio a Reims sowie den Lenski in Eugen Onegin am Bolshoi Theater Moskau. Als Gast des Colmar Festivals 2019 sang er hier Mozarts Requiem und Rachmaninovs Die Glocken.

Der Tenor begann seine künstlerische Ausbildung in Reutow in der Nähe seiner Geburtsstadt Moskau. Es folgte ein Studium am Galina Wischnewskaja Opera Centre Moskau sowie bei Svetlana Nesterenko am Moskauer Gnessin-Institut. Bereits als Student gewann er mehrere Gesangswettbewerbe. 2012 erhielt er ein Stipendium der Russischen Nationalphilharmonie, im Oktober 2013 eines der Müslüm Maqomayev-Stiftung. 2015 nahm er an der Akademie des Festivals in Aix-en-Provence teil.

2010 debütierte Neklyudov mit der Russischen Nationalphilharmonie unter der Leitung von Vladimir Spivakov, der ihn 2013 und 2014 zum Internationalen Musikfestival nach Colmar einlud. Neklyudov arbeitete bislang mit Dirigenten wie Vladimir Jurowski, Vladimir Fedoseyev, Pietro Rizzo, Valentin Uryupin, Peter Neumann, Federico Maria Sardelli, Frieder Bernius, Benjamin Pionnier, Fabio Mastrangelo, Dmitri Jurowski und Ken-David Masur.

2013 wurde Neklyudov Ensemblemitglied der Neuen Oper Moskau (Novaya Opera), wo er u. a. Lensky in Tschaikowskys Eugen Onegin, Tebaldo in Bellinis I Capuleti e i Montecchi, Zar Berendey in Rimsky-Korsakows Schneeflöckchen, Alfredo Germont in Verdis La traviata und Narraboth in Strauss’ Salome sang. 2014 feierte er sein Debüt am Bolschoi-Theater in Moskau als Ferrando in Mozarts Così fan tutte, einer Neuinszenierung von Floris Visser und unter der Musikalischen Leitung von Stefano Montanari. 2015 gastierte er in Tel Aviv als Lykow in Rimsky-Korsakows Die Zarenbraut.

2019/20


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