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Philippe JORDAN - Schwerpunkt Beethoven und Wagner

Die Saison 2016/17 begann für Philippe Jordan mit einer höchst erfolgreichen Europa Tournee mit dem Gustav Mahler Jugendorchester. Auf der Opernbühne leitete der Chef der Pariser Oper in dieser Saisonbereits Samson und Dalilah sowie Hoffmanns Erzählungen. Nun folgt fast zeitgleich Lohengrin (u.a. mit Wolfgang Koch als Telramund und Michaela Schuster als Ortrud) und Cosi fan tutte. Mit den Wiener Symphonikern war Jordan in dieser Saison bisher mit dem Verdi-Requiem und einem Tschaikowsky Programm zu erleben. Der Rest der Saison ist vor allem Beethoven und seine Symphonien gewidmet, mt denen Philippe Jordan  die Wiener Symphoniker auch auf eine ausgedehnte Asien Tournee führt. Im Sommer 2017 folgt dann die Neuproduktion der "Meistersinger" bei den Bayreuther Festspielen.

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Kirill Petrenko Southpole, Rosenkavalier und "Russisches" im Konzert

Nach der umjubelten ersten Saison - Premiere  "Lady Macbeth von Mzensk" in der Regie von Harry Kupfer am 28. November und einer Serie Fledermaus rund um Silvester bereitet  Kirill Petrenko die Wiederaufnahme der vorjährigen Uraufführung "southpole" von Miroslav Srnka und eine Wiederaufnahme des Rosenkavaliers im Februar an der Münchner Staatsoper vor.

Am 20.  und 21. februar leitet der Bayerische Generalmusikdirektor auch ein Akademiekonzert mit Werken von Medtner, Skrjabin und Rachmaninov vor.

Die nächste Premiere in München mit Kirill Petrenko ist der "Tannhäuser" mit der Premiere am 21. Mai.

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MARIA BENGTSSON - DEBÜT ALS MARTHA

Maria Bengtsson wurde für ihr Debüt als Lady Harriet Durham in "Martha" an der Oper Frankfurt einhellig gefeiert. Erst kürzlich konnte sie einen großen Erfolg beim Rollendebüt als Capriccio Gräfin am Theater an der Wien verzeichnen. Diese Saison steht noch eine dritte Rolle an: ebenfalls in Frankfurt wird sie - als vierte Strauss - Rolle in Ihrem Repertoire nach Daphne, Marschallin und Capriccio - Gräfin zum ersten Mal auf der Bühne die Arabella gestalten.

Zusammen mit Bertrand de Billy nahm Maria Bengtsson vor kurzem eine CD mit Mozart-Arien auf, welche soeben erschienen ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Simone YOUNG:Zum ersten Mal "Ernani" und "Carmen"

Zwei neue Werke im ohnehin fast unübersehbaren Repertoire von Simone Young bringt der Jannuar 2017 für die australische Dirigentin: "Ernani" bei ihrem Debüt an der Oper Frankfurt (mit Elza van den Heever als Elvira) und "Carmen" im Theatre Champ-Elysees in zwei ebenfalls konzertanten Aufführungen. Weiter geht es dann im Febraur mit "Elektra" an der Münchner Staatsoper und "Tannhäuser" (mit Wolfgang Kochs "Wolfram - Debüt!!!) an der Staatsoper in Berlin im Schillertheater.

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ELZA VAN DEN HEEVER : Triumphale Rückkehr an die Met

Mit einem wahrhaft triumphalen Erfolg kehrte Elza van den Heever unter der musikalischen LEitung von James Levine als "elettra" in Mozarts "Idomeneo" an die Met zurück. Nicht nur das Punlikum überschüttete sie mit Ovationen, auch die amerikanische Presse feiert die Sopranistin einhellig. Hier ein Ausschnit aus der New York Times: "The menacing presence throughout the story is Elettra, ... Vocally and dramatically, the role is a tough assignment. The soprano Elza van den Heever triumphs in it. This Elettra has a very fragile majesty. When she gets her way, she turns vulnerable, singing with sensuality and warmth. But when crossed, she erupts with unhinged intensity and steely sound, as in her furious final aria..."

Direkt anschließend  anschließend kann sie das Publikum in Dallas in ihrer glanzrolle als "Norma" erleben . Im Sommer folgt dann noch  "Alcina" beim Festival in Santa Fe.

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WOLFGANG KOCH 2016/17: WAGNER & STRAUSS

Richard Wagner und Richard Strauss dominieren den Kalender des Bayerischen Kammersängers auch in der nun beginnenden Saison  ausschließlich.

Mit den gefeierten Meistersingern in München beginnt die neue Saison  - wie die letzte gendet hatte. Unter der Leitung von Kirill Petrenko wird man ihn als Hans Sachs in München hören.

Lohengrin folgt in der laufenden Saison in nicht weniger als 4 Städten (Hamburg, Berlin Deutsche Oper, Paris unter der Leitung von Philippe Jordan und Mannheim bei einer Galavorstellung unter der Leitung des neuen GMD Alexander Soddy). Ein Rollendebüt wird es auch geben: an der Berliner Staatsoper wird Wolfgang Koch  - neben einer Wagner Gala  - auch zum ersten Mal den Wolfram im Tannhäuser verkörpern. Beides unter der Leitung von Simone Young.

Von Richard Strauss wird der Künstelr den Jochanaan in Hamburg und den Barak unter der Leitung von Zubin Mehta in Berlin in einer Neuproduktion und in einer Wiederaufnahme unter Kirill Petrenko in München geben.

 

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CLAUDIA MAHNKE - Rollendebüt als Dido

Nach einer Seroe "Meistersinger" unter der musikalischen Leitung von Kirill Petrenko in münchen und einem großen persönlichen Erfolg als Judith in der Neuproduktion von Bartoks "Herzog Blaubarts Burg" wird Claudia Mahnke zum ersten Mal in ihrer Karriere die Dido in einer Neuproduktion von Herctor Berlioz´"Les Troyens" an ihrem Stammhaus in Frankfurt (Premiere 19. Februar) verkörpern.

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Michaela SCHUSTER: Wagner in Paris - Richard Strauss in Berlin und München

Als "Ortrud" kehrt Michaela Schuster dieses Jahr an die Pariser Opera National zurück. Unter der musikalischen Leitung von Philippe Jordan ist sie dort in sechs Vorstellungen zwischen 2. und 18. februar zu erleben.

Es folgt dann die Premiere von Claus Guths Inszenierung der "Frau ohne Schatten". Die amme in dieser Prodktion hat Michaela Schuster schon mit größtem Erfolg in Mailand und London verkörpert. Die musikalsiche Leitung in Berlin hat Zubin Mehta.

Ebenfalls mit der Amme kehrt die Künstlerin zu den Münchner Opernfestspielen an die Bayerische Staatsoper zurück. Dort leitet das Werk Kirill Petrenko. Wolfgang Koch wird nrbrn ihr den Barak singen.

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KEITH WARNER: Uraufführung in Karlsruhe und Premieren in Dresden, Wien und London

Mit einer vielbeachteten Übernahme von Peter Tschaikowskys "Merchant of Venice" von den  Bregenzer Festspielen an die nach Cardiff und der Übernahme der Oper "Peter Pan" von Richard Ayres von Cardiff an die Komische Oper in Berlin die Saison für Meisterregisseur Keith Warner. Es folgte die wiederholte Neueinstudierung seiner berühmten "Don Giovanni" - Inszenierung aus dem Jahr 20ß6 am theater an der Wien. Nun steht die erste Neuproduktiion an: am 28. Jänner folgt die Uraufführung der Oper "Wahnfried" von Avner Dorman am Badischen Staatstheater Karlsruhe. Der Kalender von Keith Warner ist für die zweite Hälfte der Saison dicht gedrängt: es folgt Busonis "Doktor Faust" an der Dresdner Semperoper (19. März), H.-W. Henzes "Elegie für junge Liebende"(2. Mai) am Theater an der Wien und schließlich Verdis´"Otello" an der Royal Opera in London (20. Juni).

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HARRY KUPFER - Neuproduktion in München - Meistersinger in Mailand

Die laufende Saison brachte  eine Wiederbegegnung zwischen Harry Kupfer und Kirill PETRENKO an der Bayerischen Staatsoper. Bei Schostakowitschs "Lady Macbeth von Mzensk" mit Anja Kampe in der Titelpartie und Anatoli KOTSCHERGA als ihr Schwiedervater Boris mit seinem bewährten Team hans Schvernoch und Yan tax wurde der Meisterregisseur bei der Premiere  am 29. November an der Bayerischen Staatsoper stürmisch gefeiert.

Am 16. März hat an der Scala in Mailand dann die Übernahme seiner Züricher Inszenierung von Wagners "Meistersinger" Premiere.

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Sebastian Weigle: Rückkehr an die MET

Nach den überaus erfolgreichen Premieren "Martha" und "Eugen Onegin" im vergangenen Herbst wird der Frankfurter Generalmusikdirektor in diesem Monat noch die Wiederaufnahme von Harry Kupfers gefeierter Produktion von Prokoffiefs "Der Spieler" an seinem Haus leiten bevor es für längere Zeit - zum ersten Mal seit 2000 (!!) - nach New York an die dortige Metropolitan Opera geht. Weigle wird dort zunächst (Premiere 16. März) die Neueinstudierung von Beethovens Fidelio leiten (mit Falk Struckmanns Rollendebüt als Rocco) und dann am 13. Apri die Neuproduktion "Rosenkavalier" u.a. mit Renée Fleming und Elina Garanca.

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Bertrand de Billy : Konzerte und Rückkehr nach Covent Garden

Die ersten vier Monate des laufenden Jahres finden Bertrand de Billy ausschließlich auf dem Konzertpodium. Auftritte bringen ihn u. a. nach Lausanne, Paris, Dresden, Kopenhagen, Bamberg, Bratislava bevor er mit zwei Produktionen nach London ans dortige Royal Operahouse zurückkehrt. Am 12. Mai hat Verdis "Don Carlo" in einer wahren Glanzbesetzung Premiere und am 27. Mai eröffnet Donizettis "Elisier d´amore" (die Vorstellungen laufen bis Ende Juni)

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Eun Sun KIM in der Saison 2016/17

Die Saison 2016/17 begann für die junge koreanische Dirigentin mit einer Rückkehr an die königliche Oper Stockholm mit Rossinis Barbiere di Seviglia und  an die Staatsoper Berlin mit Puccinis Madama Butterfly gefolgt von Konzerten in Göteborg und Norrköpping. Zum Jahreswechsel folgte Mozarts "Nozze di Figaro" an der Oper von Toulon. Als nächste Premiere steht nun Carmen mit dem Debüt an der Oper in Oslo im Kalender. Es folgt eine Rückkehr zum Orchester in Nancy mit Bruckners 4. Symphonie und erneut nach Berlin an die Staatsoper wo noch Verdis "La Traviata" und Strauss´"Ariadne auf Naxos" auf dem Plan steht. Weitere Konzerte in dieser Saison folgen noch in Bratislava und Oslo.

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Jennifer Holloway triumphiert bei ihrem umjubelten Rollendebüt

so lautete nur eine der Überschriften zum Salome Debüt von Jennifer Holloway am Uraufführungshaus In Dresden.

Für ihr stimmlich wie darstellerisch rundum überzeugendes Rollenportrait wurde die Amerikanerin von Publikum und Presse gleichermaßen gefeiert.Es folgte in Tel Aviv die Adalgis in Bellinis "Norma". Nun steht die Giovanna in Donizettis "anna Bolena" in der Oper von lissabon am Plan. Premiere 4. Februar 2017.

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GUANQUN YU: Neue Rollen und Debüt an der Wiener Staatsoper

Zwei neue Rollen im Repertoire der chinesischen Sopranistin prägen die laufenden Saison. Die Micaela in Bizets "Carmen" und die Donna Anna in Mozarts "Don Giovanni" sang sie beide zum ersten mal an der Oper Frankfurt. Ebenfalls neu im Repertoire war Verdis Requiem das in Wiesbaden und Hannover erstmals auf dem Programm der jungen Künstlerin stand. Zwei Rollen die schon länger im Repertoire von Guanquun Yu stehen folgen nun bis Saisonende: die Liu in Puccinis "Turandot" in einer Neuinszenierung an der Oper Köln mit einer Premiere am 2. April und das Debüt an der Wiener Staatsoper am 28. April mit der Contessa in Mozarts "Le nozze di Figaro" mit der sie bereits letzte Saison erstmals an der Bayerischen Staatsoper Erfolg hatte.

 

 

 

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Daniel SCHMUTZHARD: Grosser Erfolg mit Eugen Onegin

Mit seinem ersten "Eugen Onegin" an seinem Stammhaus der Frankfurter Oper konnte Daniel Schmutzhard einen großen persönlichen Erfolg gleichermaßen bei Publikum und Presse verbuschen. Die Saison hatte bereits höchst erfolgreich mit seiner Verkörperung des Nathanael in Andrea  Lorenzo Scartazzinis Oper "Der Sandmann" begonnen. Zahlreiche Konzerte prägen die Zweite Hälte der Saison u.a. in Köln, Aix, Tokio, Bregenz (mit Kirill Petrenko), Wien, paris und Hamburg. Im Sommer wird Daniel Schmutzhard in der Neuproduktion der "meistersinger" unter der Leitung von Philippe jordan nach Bayreuth zu den festspielen zurückkehren.

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Kwangchul YOUN: Wagner in Wien und Verdi in Paris

Nach einem intensiven Herbst an der New York mit drei verschiedenen Werken in zwei Monaten und einer Neuproduktion des "Fliegenden Holländers" in Madrid wird Kwangchul Youn im März mit dem Marke in Wagners "Tristan" an die Wiener Staatsoper danach mit Verdis "Rigoletto" wieder an die Opera National nach Paris zurückkehren. Im Sommer wird man den Bassisten bei einem konzertanten ersten Akt der Walküre mit Philippe Jordan bei den Bregenzer Festspielen erleben können und im August kann man ihn zum ersten Mal auch in Australien hören, in Sydney wird der Meisterbassist mit einer der zentralen Rollen seines Repertoiresdebütieren. dem gurnemanz in Wagners "Parsifal".

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Falk Struckmann: Rückkehr an die MET Hagen in Wien und Stockholm

Im März wird Falk Struckmann mit einem Rollendebüt nach längerer Zeit wieder an die New Yorker MET zurückkehren.

Neben dem Pizarro, den er zuletzt in der Neuproduktion unter Daniel Barenboim und in der Regie von Harry Kupfer an der Berliner Staatsoper im Oktober verkörperte (eine Rolle die er seit über 25 Jahren an allen grpßen Opernhäuser der Welt sang und die auch in seinem Repertoire erhalten bleibt) wird er erstmals in New York den Rocco singen. Sebastian Weigle wird dirigieren. Danach kehrt er als Hagen in der "Götterdämmerung" nach Wien zurück und wird unmittelbar danach mit dieser Rolle auch an der königlichen Oper in Stockholm debütieren.

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Adina AARON: Aida in Brüssel

Nach dem Rollendebüt als Verdis "Lady Macbeth" im Theater an der Wien im vergangenen Herbst kann man die amerikanische Sopranistin nun in einer ihrer Glanzrollen  beim Debüt am Brüsseler Theatre  de la Monnai hören die schon seit langem zu ihren wichtigsten ihres Repertoires gehört: Verdis Aida. Premiere ist am 16. Mai.

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KAREN KAMENSEK: Schwerpunkt Konzertpodium

Zum zweiten Mal kommt Karen Kamensek in dieser Saison nach Göteborg. Nachdem sie im Herbst einen großen persönlichen Erfolg mit Bizets "Carmen" feiern konnte kehrt sie nun auf dem Konzertpodium zurück. Konzerte u.a. auch in Deutschland, Frankreich und Norwegen bilden den Mittelpunkt in der zweiten Hälte dieser Saison, der ersten seit vielen jahren wo die amerikanische Dirigentin nicht in einer fixen Position gebunden ist. Vergangenen Sommer beendet sie ihre Tätigkeit als Generalmusikdirektorin in Hannover.

GEDENKREDE FÜR JOHAN BOTHA BEI DER TRAUERFEIER IN DER WIENER STAATSOPER AM 21. SEPTEMBER 2016

Auf vielfachen Wunsch veröffentlichen wir hier die Abschiedsrede, die Simone Young in der Wiener Staatsoper am 21.9.2016 hielt:

 

 

JOHAN

“Gott! Welch dunkel hier!”

 Die Welt hat ein Licht verloren, da Johan von uns gegangen ist.

Johan Botha – wir alle erzählen von der Stimme, von ihrer Schönheit, von ihrer Flexibilität und von  ihrer Stärke. Wir trauern um den Verlust, dass dieser Künstler die Bühne nie mehr betreten wird, und dass diese Stimme jetzt für immer verstummt ist.

Aber der Künstler Johan Botha war mehr als nur eine erstaunliche Stimme. Viele seiner Kollegen sind heute hier, als Zeichen unseres großen Respekts und Achtung ihm gegenüber, aber auch, weil er die größte Gabe von allen besaß: er wurde geliebt. 

Wir können es noch gar nicht richtig glauben dass er schon von uns gegangen ist.  Ich blicke in meinen Kalender und sehe viele Termine, weit in die nächsten Saisonen hinein, die wir gemeinsam gehabt hätten. Ich kann mir noch kaum vorstellen, dass ich seine herrliche Stimme nicht mehr in den Rollen hören werde, die ihm in den letzten Jahren eigen waren:  Kaiser, Florestan, Lohengrin, Stolzing, Siegmund, Parsifal, Tannhäuser, Apollo, Bacchus, Radames, Cavaradossi, Pagliaccio, Otello – u.a.  

Ich hatte das große Glück mit Johan fast seit Beginn seiner Karriere zusammen zu arbeiten – es begann bei einem Einspringen in Bonn im Jahr 1993, wo er  als Ensemblemitglied engagiert war. Er war an diesem Abend als Turiddu angesetzt und er war 27 Jahre alt. Es war für mich ein “Not-Einspringen”, wir lernten uns also erst unmittelbar vor der Vorstellung kennen und hatten keine Chance etwas aus dem Stück zu probieren. Er wünschte mir ein herzliches Toi toi toi, ich wurde wie von einem jungen Bär umarmt, und los ging’s. Turiddus  Stimme erklang – unerwartet frisch und unbeschwert – und ich wusste augenblicklich, dass hier ein enormes Talent vor mir, viele auf der Bühne stand.

Unsere ERSTE Begegnung war bereits im Sommer 1992 – er reiste nach Bayreuth und sang Daniel Barenboim vor. Ich werde es nie vergessen – ich saß am Klavier - er sang Florestans Arie und Daniel drehte sich zu mir und sagte “Der Junge hat keine Ahnung wie schwer das ist – man darf’ es ihm bloß nicht sagen!”

Es folgte für Johan ein wichtiges Debut nach dem anderen und ich hatte das Privileg, bei vielen davon am Dirigentenpult zu stehen – in Berlin an der Komische Oper als Canio,  in Londons Covent Garden als Rodolfo und an der Metropolitan Opera New York wieder als Canio.

Und dann folgte Wien – das Haus wo er sich sofort zu Hause fühlte, wo er so viele große Erfolge feierte, und wo sein Publikum ihn zu Recht geliebt hat. Zuerst sein Debut, mit Cavaradossi – einer Rolle die er besonders liebte  - und dann, im Februar 1997,  dirigierte ich hier meinen ersten Lohengrin  – und die Erkrankung eines Kollegen  bedeutete, dass der immer noch sehr junge Johan Botha einsprang. Als er seine erste Phrase sang: „Nun sei bedankt mein lieber Schwan“,  drehten sich die Köpfe aller Staatsopernorchester-Mitglieder zur Bühne um zu sehen, wem diese unheimlich schöne Stimme gehörte.  So fein, so nuanciert, so kraftvoll – einfach großartig !

Ich durfte seinen werde Werdegang lange begleiten und bin froh und stolz, dass wir so viele Opern auf so vielen großen Bühnen gemeinsam aufgeführt haben. Aber schon damals im Jahr 1997 war er kein Geheimtipp mehr – und in den nächsten zwei Jahrzehnten rangen die großen Häuser wie Wien, München, die Met, Covent Garden, La Scala und Berlin,  um seine Termine, und alle große Dirigenten unsere Zeit – Barenboim, Levine, , Pappano, Thielemann, Petrenko und viele, viele mehr, wusste diesen Künstler zu schätzen.

Viele Menschen die ihn auf der Bühne bewundert haben, ahnten nicht, was er in seiner Kunst investiert hat. Großes Talent alleine reicht nicht – dazu kommt eine enorme Menge an Arbeit und Disziplin. Ich kenne kaum einen Sänger, der so fleißig, konzentriert und konsequent an seiner Stimme und seine Rollen gearbeitet hat. Sein  treuer Coach und Pianistin, Brenda Rein,  arbeitete fast jeden Tag mit ihm. Selbst vor jeder Probe sang er sich sorgfältig ein und übte seine Partien, um immer als stets hochprofessioneller Kollege in der Probe zu bestehen,: perfekt vorbereitet und immer weiter auf der Suche nach Vollkommenheit.

Und wenn er mit sich nicht zufrieden war, war sein Ruf an sich selbst der eines Athleten: „Come on, Johan!“ rief er sich ungeduldig zu, „Come on!“ Ich sehe viele von seinen Kollegen lächeln – ja, das war unser Johan, Kollege, Künstler, Freund.

Johan hatte drei große Lieben in seinem Leben: seine Kunst, sein Heimatland Südafrika und vor allem seine Familie. Er pflegte immer, sowohl als junger Sänger als auch später als international gefeierter Star, ein ganz normaler und aufrechter Mensch zu sein.  Seine Familie –  die Jungs, Louis und Marius, und seine liebe Frau Sonja, standen ihm immer  unterstützend, stolz und bewundernd zur Seite - wie viel habt ihr ihm bedeutet! Ihr gabt ihm die Kraft,  um auf der Bühne stehen zu können und durch Euch konnte er Liebe, Leid, Schmerz und Freude in herrliche Töne umsetzen und uns alle zutiefst bewegen. Wir trauern mit Euch und können  kaum ermessen,  was sein Verlust für Euch bedeuten muss.

Sein Heimatland, Südafrika und seine  betagten Eltern hat er kurz vor seiner letzten schweren Erkrankung besucht.  Er liebte dieses Land – er erzählte davon mit Stolz und Liebe, und machte sich große Sorgen um die dortige Armut und die Unruhen.  Das klingt alles sehr ernst – und das ist es auch – aber gleichzeitig dürfen wir heute auch nicht vergessen, dass Johan auch ein Mann war, der sehr gerne lachte! Und wenn er lachte, musste man mitlachen! Er freute sich des Lebens und teilte diese Freude auch offen und gerne mit anderen. Er freute sich zum Beispiel, dass sein Heimatland so einen guten Ruf beim Sport hat. Wir hatten häufig Spaß zusammen, wenn unsere beiden Länder Cricket oder Rugby gegeneinander gespielt haben – und ich muss zugeben,  dass die Sudafrikaner die Australier häufig geschlagen haben!

Einmal  wurden wir bei einer Meistersinger-Probe vermisst: wir standen auf dem Gang, mit einem kleinen Radio, um die Cricket-Ergebnisse abzuwarten.....

Großzügig war er auch – viele junge Sänger haben ihn um Rat gebeten und er stand immer hilfsbereit zur Verfügung. Die Opernwelt hat mit ihm auch einen großen Lehrer der Zukunft verloren – er fand in den letzten Jahren ein wenig mehr Zeit zum Unterrichten und hat sich stets daran erfreut, zur positiven  Entwicklung junger Stimmen beizutragen. Und ebenso großzügig war er auch als Künstler – mit seiner Zeit und seiner Stimme für gute Zwecke, und mit seiner Energie und Fürsorge als Sänger-Kollegen auf der Bühne. Zwei Sopranistinnen, mit denen er viel zusammen gesungen hat sind Norma Fantini und Emily Magee – mit Norma sang er viele Puccini- und Verdi-Opern, mit Emily viel Wagner und Strauss.  In den letzten Tagen tauschten wir Fotos von gemeinsamen Aufführungen aus, und beide sprachen mit Bewunderung über den Künstler, und tiefer Trauer um den Menschen Johan Botha. „He was such a darling!“ – so Emily; und Norma erzählte von seinem Wunsch dass sie noch in Johannesburg zusammen singen sollten, und von seiner Hoffnung, diese schreckliche Krankheit überwunden zu haben.

Diese Hoffnung teilten wir alle, aber es sollte nicht sein. Dass er im Juni und Juli noch ein letztes Mal   - zuerst in Budapest dann bei den Opernfestspielen in München und schließlich im August in seinem geliebten Heimatland auftreten konnte  - war wunderbar. Er hatte sich aber vor allem so sehr gewünscht, hier in Wien, in seiner adoptierten Heimatstadt, wieder vor sein Publikum treten zu können.

Wir alle aus seiner Künstler-Familie – Falk Struckmann, mit dem er auch von Beginn an so häufig zusammen auftrat und zu dem er fast wie ein Bruder stand,  Deborah Polaski, Wolfgang Koch, Michaela Schuster seine oftmalige Kundry und Venus, Bertrand de Billy, Kwangchoul Youn, Sebastian Weigle, seine Bayreuther Zwillingsschwester Anja Kampe, Karen Kamensek, Kirill Petrenko und die vielen anderen – wir haben ihn geschätzt und geliebt.

Er wäre aber sicher sehr unzufrieden  mit uns, wenn wir nicht zuletzt mit einem Lächeln an ihn denken würden – darf ich hier seine perfekte Imitation von Woody Woodpecker erinnern? Ich kann es nicht nachmachen, aber könnte er, er würde sicher unsere Trauer mit seinem herrlichen Lachen unterbrechen! 

 

Mein lieber Johan, Du bleibst für immer  in unseren Herzen.  

 

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JOHAN BOTHA BEGRÄBNIS / FUNERAL

Die Verabschiedung von Johan Botha findet am 21. September 2016 um 11.00 Uhr in der Wiener Staatsoper statt.

Eine anschließende Trauerfeier und Beisetzung in einem ehrenhalber gewidmeten Grab der Stadt Wien erfolgt am Wiener Zentralfriedhof (Eingang 2. Tor, Halle 2) um 14.00 Uhr.

 

 

 

The memorial for Johan Botha takes place on September 21st, 2016 at 11 am at the Wiener Staatsoper.

The subsequent funeral service is going to be held at the Wiener Zentralfriedhof (entrance: 2. Tor, Halle 2) at 2 pm.
Johan Botha will be laid to rest in a honorary grave by the City of Vienna.

 

 

 

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JOHAN BOTHA GESTORBEN

(English version below)

Heute in den frühen Morgenstunden hat Johan Botha den Kampf gegen seine schwere Krankheit endgültig verloren.

 

Seit genau 23 Jahren haben wir mit Johan Botha zusammen gearbeitet. Sein Tod bedeutet nicht nur den Verlust eines unersetzlichen Künstlers, sondern ist vor allem für uns menschlich ein kaum zu beschreibender Verlust.

 

Elisabetta und Wolfgang Hartl, Judith Seidl, Gabriele Trombitas, Benno Schaller und Raphaela Hödl im Namen aller Künstler und Mitarbeiter.

 

 

 

Michael Lewin zum Ableben von Johan Botha:

 

Er studierte in seinem geliebten Geburtsland Südafrika Gesang und ergriff durch die Vermittlung von Norbert Balatsch, dem früheren Chordirektor der Wiener Staatsoper und der Bayreuther Festspiele, die Gelegenheit nach Europa zu kommen, wo seine Karriere im Dezember 1990 als Gustavo in Verdis Maskenball auf der Bühne des Opernhauses in Kaiserslautern ihren Beginn nahm. Sein Weg führte dann weiter über Hagen nach Bonn. 1993 übernahm er kurzfristig eine Premiere von Madama Butterfly an der Opéra Bastille, was zu seinem sofortigen  internationalen Durchbruch führte. Noch im gleichen Jahr debütierte er an der Komischen Oper in Berlin, 1994 auch in Berlin an der Staatsoper und in Wien  - zuerst als Rodolfo in La Bohéme an der Volksoper (der er mit wichtigen Premieren in der Ära von Klaus Bachler eng verbunden blieb), 1995 in Covent Garden (Cavaradossi),  1996 an der Mailänder Scala (Pinkerton) und an der Wiener Staatsoper (Cavaradossi), 1997 an der Metropolitan Opera New York (Canio).

 

Johan Botha sang bis zum frühen Ende seiner Karriere regelmäßig an allen bedeutenden Bühnen, Konzertpodien und Festivals der Welt und arbeitete mit allen wichtigen Dirigenten unserer Epoche: Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Pierre Boulez, Semyon Bychkov, Riccardo Chailly,  Christoph von Dohnányi, Bertrand de Billy,  Daniele Gatti, Philippe Jordan, James Levine, Fabio Luisi, Lorin Maazel, Zubin Mehta, Seiji Ozawa, Kirill Petrenko, Antonio Pappano, Giuseppe Sinopoli, Georg Solti, Christian Thielemann, Sebastian Weigle, Franz Welser-Möst, Simone Young, u.a.

 

Mit einigen verband ihn eine seine ganze Karriere andauernde Arbeitsbeziehung wie mit Simone Young, die fast alle seine großen Debüts wie in Wien, New York oder London leitete, sowie mit James Levine, Daniel Barenboim, Semyon Bychkov und Bertrand de Billy und in späteren Jahren dann auch mit Christian Thielemann und Kirill Petrenko.

 

Unter den bedeutenden Regisseuren mit denen er arbeitete, war es besonders Christine Mielitz der er sich Zeit seines Lebens besonders verbunden fühlte.

 

Wiewohl er seinen ganzen künstlerischen Weg hindurch trachtete an allen bedeutenden Bühnen immer wieder präsent zu sein war seine Beziehung zur Metropolitan Opera in New York, insbesondere durch seine enge künstlerische Verbindung mit James Levine, sehr wichtig.

 

Seine künstlerische Heimat war aber unbestritten Wien und die Wiener Staatsoper. In der Ära von Ioan Holender war er eine der Säulen des Hauses. Hier sang er nicht weniger als acht Neuproduktionen: I Vespri Siciliani (1998), Die Frau ohne  Schatten (1999), Parsifal (2004),  Daphne (2004), Lohengrin (2005), Otello (2006), Die Walküre (2007), Tannhäuser (2010). Alle Premieren außer Lohengrin waren Rollendebüts.

Weiters konnte man ihn in Wien zwischen 1996 und 2015 an der Wiener Staatsoper n folgenden Rollen erleben:

Cavaradossi (Debüt am 20.2.1996), Radames, Andrea Chénier, Turiddu und Canio, Erik, Walther von Stolzing, Don Carlo, Florestan und Calaf. Zwei Mal trat er als Überraschungsgast auf: einmal bei einer Silvesterfledermaus (2007) und als Sänger im Rosenkavalier (2005).

Abgesehen von seinem bereits erwähnten Debüt mit La Bohéme konnte man ihn an der Volksoper in den Premieren Das Land des Lächelns (1996), Norma (1997) und Die Meistersinger von Nürnberg (1998) erleben.

Auch im Theater an der Wien (Ariadne auf Naxos) und selbstverständlich im Wiener Musikverein und
Wiener Konzerthaus war Johan Botha ebenso regelmäßig zu Gast.

Er wirkte beim  Festkonzert anlässlich der 50jährigen Wiedereröffnung der Wiener Staatsoper (5.11.2005) und bei der Abschiedsgala für Ioan Holender im Juni 2010 mit. Darüber hinaus war er zwei Mal bei Gedenkkonzerten für Gustav Mahler (1998 und 2000) unter Giuseppe Sinopoli bzw. Lorin Maazel zu hören.

Über 220 Mal trat er an der Wiener Staatsoper auf. Im Jahre 1998 nahm er gemeinsam mit seiner Familie die österreichische Staatsbürgerschaft an. 2003 wurde er  zum jüngsten österreichischen Kammersänger ernannt. Im Frühjahr 2016 erreichte ihn noch im Spital die Nachricht, dass er zum Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper ernannt wurde. Der Vorschlag dazu erfolgte noch vor Ausbruch seiner Erkrankung. Die Verleihung sollte zuerst im Mai und dann im September 2016 nach einer Turandot-Vorstellung erfolgen. Dieser Tag war ihm nicht mehr vergönnt. Im November 2015, unmittelbar nach seiner Rückkehr aus New York, wo er noch einmal unter James Levines Leitung im Tannhäuser brillierte, brach die Krankheit aus. Er sang noch unter Schmerzen einen konzertanten 1. Akt Walküre in München – dann musste er ins Spital.

 

Vom ersten Tag der Diagnose an gab es für ihn keinen anderen Gedanken als die möglichst schnelle Rückkehr auf die Bühne. Tatsächlich stand er – nach unsäglichem Leiden – im Juni zuerst in Budapest als Siegmund, danach noch zwei mal als Calaf bei den Münchner Opernfestspielen auf der Bühne. Für jeden, der eine dieser Vorstellungen erlebt hat, wird sie unvergesslich bleiben. Johan Botha agierte voll auf der Höhe seiner Kunst – im wahrsten Sinne unvergleichlich. Im Sommer reiste er nochmals nach Südafrika; eine letzte Begegnung mit seinen alten Eltern und ein letztes Benefizkonzert in Kapstadt – dann brach die Erkrankung wieder aus. Diesmal hatte er keine Chance mehr.

 

Mit Johan Botha verliert die Opernwelt eine der bedeutendsten Stimmen unserer Epoche. Als er Anfang der 90er Jahre auftauchte, setzte er mit praktisch jeder Rolle, die er neu in sein Repertoire aufnahm, Maßstäbe. Johan Botha war es nie genug, Talent und Stimme zu haben. Singen war buchstäblich sein Leben – die tägliche Arbeit an seinen Gaben eine Selbstverständlichkeit. Egal ob Rollendebüt oder sechzigste Vorstellung: jedem Auftritt ging genaueste Vorbereitung voraus; Stunden bevor der Vorhang aufging war er bereits, meist mit seiner treuen künstlerischen Begleiterin Brenda Rein, im Opernhaus. Routine kannte er nicht. Jede Vorstellung war für ihn eine Premiere. Die Verpflichtung gegenüber seiner Kunst und dem Publikum gegenüber prägte sein Wesen und sein Denken. Bevor er schwer erkrankte, hatte er wesentlich mehr Vorstellungen von Kollegen – oft im letzten Moment – übernommen, als er selbst je absagen musste.

 

Die meisten der Rollen, die er sich gewünscht hatte, konnte er auf der Bühne verwirklichen; lediglich der Tristan, an dem er bis zuletzt arbeitete und der Peter Grimes blieben unerfüllte Träume.

 

Johan Botha war ein gläubiger Mensch -  die Familie und besonders seine Frau und seine beiden Söhne bildeten sein Lebenszentrum.

 

Er war, das darf man ohne Übertreibung sagen  - und jeder der ihm begegnete wird das bestätigen  - einer der ehrlichsten Künstler, die dieses Metier heute noch hatte. Nicht nur die unbedingte und 100%ige Zuwendung zu seinem Beruf, hinter der alles zurücktreten musste, zeichnete ihn aus, sondern auch Ernsthaftigkeit in der Auseinandersetzung mit den großen Meisterwerken, die er verkörpern durfte, und ständige selbstkritische Auseinandersetzung mit seiner eigenen Kunst. Neid war ihm im wahrsten Sinn des Wortes fremd. Wenn er über Kollegen sprach, dann nur mit Bewunderung. Ein junger Kollege, der um Rat bat, wurde nie abgewiesen – wie heftig sein Zeitplan auch gerade war. Seine Großzügigkeit war legendär. Er konnte alles geben und mehr - oft musste man ihn in seiner Hilfsbereitschaft vor sich selbst schützen - wenn er zum Beispiel Benefizauftritte zusagen wollte an Tagen wo er selbst Vorstellung hatte. Aber so war er - er wollte immer helfen.

 

Wenn es am Ende erlaubt ist: ich verliere mit Johan Botha nicht zuerst den unersetzlichen Künstler, nicht einen Geschäftspartner sondern zuerst und vor allem den Menschen – ja und ganz zuletzt darf man es auch offen sagen, obwohl es in unserem Metier so schwierig und selten ist – einen Freund.

 

Seit dem Tag vor fast genau 23 Jahren, als er mir (durch seinen lebenslänglichen Bühnenpartner Falk Struckmann vermittelt) die Geschicke seines künstlerischen Lebensweges anvertraut hatte, waren wir verbunden und diese Verbindung wird für mich auch mit seinem Ableben nicht beendet sein.

 

Die wenigen die ihn WIRKLICH kannten, wissen wovon ich hier spreche.

Seinesgleichen werden wir nie wieder hören.

Michael Lewin

 

 

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JOHAN BOTHA HAS DIED

 

This morning Johan Botha lost his battle against a severe illness.

 

For 23 years we have worked together with Johan Botha. His death not only means the loss of an irreplacebale artist but more importantly the indescribable loss of a great person.

 

Elisabetta and Wolfgang Hartl, Judith Seidl, Gabriele Trombitas, Benno Schaller and Raphaela Hödl in the name of all artists and employees.

 

 

Michael Lewin’s obituary for Johan Botha:

 

He studied singing in his beloved country of birth South Africa and through the help of Norbert Balatsch, the former choirmaster of the Vienna State Opera and the festival in Bayreuth, he took the chance to come to Europe, where his career started in 1990 as Gustavo in Verdi’s Un Ballo in Maschera on the stage of the opera in Kaiserslautern. His path then led via Hagen to Bonn. In 1993 he took over on short notice the premiere of Madame Butterfly at the Opéra Bastille, which resulted in his immediate international breakthrough. In the same year he made his debut at the Komische Oper in Berlin, in 1994 at the State Opera in Berlin and in Vienna – first as Rodolfo in La Bohéme at the Wiener Volksoper (to which he kept a close relationship with several important new productions throughout Klaus Bachler’s term of office), in 1995 at the Royal Opera House Covent Garden (Cavaradossi), in 1996 at the Teatro alla Scala (Pinkerton) and at the Vienna State Opera (Cavaradossi), in 1997 at the Metropolitan Opera New York (Canio).

Up to the untimely end of his career Johan Botha performed regularly in all major opera houses, concert halls and festivals in the world and worked with all important conductors of our time: Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Pierre Boulez, Semyon Bychkov, Riccardo Chailly,  Christoph von Dohnányi, Bertrand de Billy,  Daniele Gatti, Philippe Jordan, James Levine, Fabio Luisi, Lorin Maazel, Zubin Mehta, Seiji Ozawa, Kirill Petrenko, Antonio Pappano, Giuseppe Sinopoli, Georg Solti, Christian Thielemann, Sebastian Weigle, Franz Welser-Möst, Simone Young and others.

 

With some of them he shared an ongoing work relationship, which lasted throughout his entire career, for example with Simone Young, with whom he made almost all of his big debuts in Vienna, New York and London, as well as with James Levine, Daniel Barenboim, Semyon Bychkov and Bertrand de Billy and in later years with Christian Thielemann and Kirill Petrenko.

 

Amongst the many distinguished directors he has worked with, he had an especially close relationship to Christine Mielitz.

 

Although he always strived to perform on all major stages regularly, his connection to the Metropolitan Opera New York was particularly important, most notably because of his close connection to James Levine.

 

Nevertheless, the Vienna State Opera was undoubtedly his artistic home. He was one of the pillars of the theatre during Ioan Holender’s term of office. He sang no less than eight new productions: I Vespri Siciliani (1998), Die Frau ohne Schatten (1999), Parsifal (2004), Daphne (2004), Lohengrin (2005), Otello (2006), Die Walküre (2007) and Tannhäuser (2010). With the exception of Lohengrin, all of them were role debuts.

Furthermore he performed the following roles in Vienna between 1996 and 2015: Cavaradossi (debut on February 20th, 1996), Radames, Andrea Chénier, Turiddu and Canio, Erik, Walther von Stolzing, Don Carlo, Florestan and Calaf. He was a surprise guest twice: Once during a New Year’s eve performance of Die Fledermaus (2007) and as Sänger in Der Rosenkavalier (2005).

Apart from his debut in La Bohéme he sang new productions of Das Land des Lächelns (1996), Norma (1997) and Die Meistersinger von Nürnberg (1998) at the Wiener Volksoper.

He regularly performed at the Theater an der Wien (Ariadne auf Naxos) and the Wiener Musikverein and Wiener Konzerthaus as well.

 

He performed at the Gala concert on occasion oft he 50th anniversary of the reopening of the Vienna State Opera (November 5th, 2005) and at the farewell concert for Ioan Holender in June 2010. In addition to that, he took part in two memorial concerts for Gustav Mahler (in 1998 and 2000) under the batons of Giuseppe Sinopoli and Lorin Maazel.

He performed at the Vienna State Opera more than 220 times. In 1993 he obtained, together with his family, the Austrian Citizenship and was the youngest Austrian singer to receive the title of Kammersänger in 2003. In the spring of 2016, during his stay at the hospital, he was informed that he has been appointed as Ehrenmitglied of the Vienna State Opera, which had been proposed before the outbreak of his illness. The official awarding celebration was first scheduled for May and then for September after one of his Turandot performances. Unfortunately, this day was not granted him. In November of 2015, immediately after his return from New York where he performed Tannhäuser under the baton of James Levine, he was confronted with his illness for the first time. While in pain, he sang the first Act of Die Walküre in a concert version in Munich just to be taken to the hospital a few days later.

 

From the first day of his diagnosis on the only thing he could think and talk about was his return to the stage. After much suffering he did indeed return to the stage, first in June as Siegmund in Budapest and then twice as Calaf at the Münchner Opernfestspiele. Anybody who was witness to any of these performances will remember them forever. Johan Botha performed at the height of his art – truly incomparable. During the summer, he traveled one last time to South Africa to see his parents and to sing one more charity concert in Cape Town, after which the illness returned. Sadly, this time he had no chance to win the battle.

 

The opera world loses one of the most significant voices of our time with the passing of Johan Botha. When he first appeared in the 90s he set a new standard with basically every role he added to his repertoire. It was never enough for him to be blessed with talent and a voice. Singing was his life, the daily work on his gifts was a given.  It didn’t matter whether it was a role debut or the 60th performance, every performance was carefully prepared; he arrived hours before the curtain lifted at the theatre, most of the time accompanied by his loyal artistic companion Brenda Rein. He didn’t know what the word routine meant. Every performance was a premiere for him. His commitment towards the art and the audience shaped his essence. Before he got ill, he took over significantly more performances of colleagues than he had cancelled himself.

He was able to sing most of the roles he had wanted to sing, merely Tristan, which he was working on until recently and Peter Grimes remain unfulfilled dreams.

 

Johan Botha was a devout man – his family and especially his wife where the center of his life.

 

He was, without exaggeration, one of the most honest artists in this métier and everybody who has met him can attest to that. He was characterized not only by his unconditional commitment to his profession but also by the seriousness with which he analyzed the great masterpieces and by the constant self-critical analysis of his art. Envy was an alien concept to him. Whenever he talked about his colleagues, he talked of them with admiration. He never rejected young colleagues who asked for his advice, no matter how busy his schedule was.

 

If I may, I want to say this at the end: With Johan Botha I’m not losing an irreplaceable artist or a business partner but first and foremost I’m losing a friend.

Since the day that I was entrusted to guide him on his artistic path 23 years ago (which was mediated by his life long stage partner Falk Struckmann) we shared a close connection, a connection that will continue for me beyond his death.

 

The few people who REALLY knew him know what I’m talking about.

He truly was one of a kind.

Michael Lewin