Karen Kamensek, Conductor

Karen Kamensek wurde soeben ab der Saison 2011/12 zur neuen Generalmusikdirektorin des Staatstheaters Hannover bestellt.   

Bereits während und unmittelbar nach ihrer Ausbildung an der Indiana University dirigierte sie bereits an der Houston Grand Opera, ging als Dirigentin mit der New York City Opera auf Tournee, und dirigierte das Orchesta Sinfónica Nacional de Honduras, Louisville Orchestra und die Bochumer Symphoniker.

Eine enge Verbindung besteht zu Philip Glass, dessen Welturaufführung von Orphée sie mit dem Brooklyn Philharmonic Orchestra in New York gab. Die Europäische Uraufführung von Orphée dirigierte sie mit den Jeunesses Musicales beim Festival in Weikersheim, dies stellte gleichzeitig Karen Kamenseks europäisches Dirigierdebüt dar. Ebenso dirigierte sie Glass Weltpremiere von Les Enfants Terribles beim Spoleto Festival USA (wovon eine Aufnahme existiert), und Glass Komposition zu Büchners Schauspiel Woyzeck beim New York Shakespeare Festival.

Nach ihrem erfolgreichen Debüt an der Wiener Volksoper war Karen Kamensek von 2000 bis 2002 dort als 1. Kapellmeisterin tätig, und leitete in dieser Funktion u.a. Don Giovanni, Carmen, Die Csardasfürstin, Der Zigeunerbaron, Die lustigen Weiber von Windsor, Wiener Blut, „Die lustige Witwe, Boris Godunov, L’Elisir d'Amore und La Traviata.

Von September 2003 bis Juli 2006 war die junge Amerikanerin dann bereits Generalmusikdirektorin am Freiburger Theater, wo sie ihr Repertoire um die Neuproduktionen RusalkaHoffmanns Erzählungen, Wozzeck, Lady Macbeth of Mzensk, ll Nozze di Figaro, Maria Stuarda, Cosi fan tutte, Turandot und Tristan und Isolde (konzertant, mit Deborah Polaski als Isolde und Thomas Moser als Tristan) erweiterte.

Für die Saison 2007/08 übernahm Frau Kamensek die Interimsposition des Chefdirigenten beim Slovenischen Nationaltheater in Maribor, wo sie neben Konzerten u.a. eine Neuproduktion Carmen dirigierte.

Seit der Saison 2008/09 ist Frau Kamensek Stellvertretende Generalmusikdirektorin an der Hamburgischen Staatsoper, dort dirigiert sie u.a. die Neuproduktionen von Die Lustige Witwe, sowie Othello, Falstaff, Rigoletto, Un Ballo in Maschera und Tosca, Lohengrin.

Als Gast dirigierte Karen Kamensek an der Opera Australia in Melbourne ( NP Cavalleria Rusticana/I Pagliacci), Deutschen Oper in Berlin (La Bohème), Komischen Oper Berlin (La Bohème, NP Vogelhändler), Opéra National de Bordeaux (NP Idomeneo), Oper Dortmund (La Bohème), Oper Frankfurt (NP Turn of the Screw, NP Roméo et Julliet, NP Tod in Venedig, La Traviata), Staatsoper Hannover (NP Ballett Der Feuervogel/Bilder einer Ausstellung, Carmen), Hamburgischen Staatsoper (L'Elisir d'Amore, Madame Butterfly, Un Ballo in Maschera), dem Royal Danish Theater in Kopenhagen (NP Pelléas et Mélisande), am Staatstheater Stuttgart (La Bohème), der Volksoper Wien (NP Herzogin von Chicago) und beim WDR Festival in Duisburg (Glass Civil Wars).

Dem symphonischen Repertoire und Opernrepertoire gleichermaßen verpflichtend, dirigiert Karen Kamensek in der Saison 2009/10  in der Position der Stellvertretenden Generalmusikdirektorin an der Hamburgischen Staatsoper u.a. Lohengrin, Un Ballo in Maschera, Die Lustige Witwe, und Falstaff. Als Gast  am Oldenburgischen Staatstheater Il Trovatore und  an der  Opéra National de Bordeaux mit der dortigen Premiere von Jenufa. Konzerte führen sie zum Odense Symphony Orchestra, zudem ist sie erneut von den Duisburger Philharmonikern und dem Staatsorchester Hannover eingeladen und dirigiert die Hamburger Philharmoniker. 

Frau Kamenseks breitgefächertes Interessensgebiet und vielfältiges Schaffen erstreckt sich von der Klassik bis zur Moderne, darunter auch viele Uraufführungen, Filmmusik- und Cross Over-Projekte (Jazz und Weltmusik). Ebenso legt sie großen Wert, und engagiert sie sich für die musikalische Entwicklung von Jugendlichen und arbeitet regelmäßig mit Jugendorchestern u.a. dem Hochschulorchester der Bruckner Universität in Linz und dem Innviertler Symphonie Orchester zusammen. 

Konzerteinladungen führten Karen Kamensek wiederholt zur Basel Sinfonietta, zum Bruckner Orchester Linz, den Duisburger Philharmonikern, dem Philharmonischen Orchester Freiburger, Staatsorchester Hannover, den Hamburger Philharmonikern, sowie zum Staatsorchester Braunschweig, Vlaams Radio Orchester Brüssel, Philharmonischen Staatsorchester Halle, Klagenfurter Symphonieorchester, Slowenischen Philharmonischen Orchester Ljubljana, Malaysian Philharmonic Orchestar in Kuala Lumpur, zur Philharmonie Maribor, zum Orchester des MDR und dem Radio Symphonie Orchester Wien.

März 2010


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