Christine Mielitz, Stage Director

Die gebürtige Chemnitzerin studierte von 1968 bis 1972 das Fach Opernregie an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin. Von 1973 bis 1985 war sie an der Staatsoper Dresden tätig, zunächst als Assistentin und Chefassistentin, ab 1980 als Regisseurin und ab 1982 als Oberspielleiterin. Hier inszenierte sie unter anderem die Uraufführung Abu Said von E. Eyser (1980), Lohengrin von R. Wagner (1981), Rusalka von A. Dvo?ák (1982) und La Bohème von G. Puccini (1983).

1985 wurde sie Oberspielleiterin der Semperoper Dresden, wo sie unter anderem Don Giovanni von W.A. Mozart (1987), Orpheus und Eurydike von Ch. W. Gluck (1988) und Fidelio von L. v. Beethoven (1989) zur Aufführung brachte.

1989 wurde sie als Regisseurin an der Komischen Oper Berlin engagiert, wo sie ab 1992 die Funktion der Oberspielleiterin innehatte. In diese Zeit fielen unter anderem die Inszenierungen Die schweigsame Frau von R. Strauss (1990), Werther von J. Massenet (1995), Macbeth von G. Verdi (1997) und Turandot von G. Puccini (1998). Von 1998 bis 2002 war Christine Mielitz Intendantin des Südthüringischen Staatstheaters Meiningen. Unter ihrer Leitung kamen hier Lady Macbeth von Mzensk von D. Schostakowitsch (1999) und Die verkaufte Braut von B. Smetana (2000) zur Aufführung, im Jahr 2001 ihre vielbeachtete Inszenierung von Wagners Der Ring des Nibelungen.
Gastspiele führten sie mit Lohengrin nach Athen (1988) und Madrid (1993), mit Die schweigsame Frau zu den Maifestspielen Wiesbaden (1992) und mit Cavalleria Rusticana / Der Bajazzo nach Tokio und Nagoya (1994).

Des Weiteren inszenierte sie als Gast an zahlreichen nationalen und internationalen Opernhäusern, unter anderem in Zürich (Die verkaufte Braut, B. Smetana, 1988), Basel (Rigoletto, G. Verdi, 1996), Toronto (Die verkaufte Braut, B. Smetana, 1993), Edinburgher Festspiele (Der Jakobiner, A. Dvo?ák, 1995), Essen (Tosca, G. Puccini, 1997), Wien (Peter Grimes, B. Britten, 1996) sowie Salzburg und Karlsruhe (Daphne, R. Strauss, 1999). Für die Salzburger Festspiele 2002 inszenierte sie Zemlinskys Der König Kandaules, im gleichen Jahr Webers Freischütz an der Australian Opera in Sydney, und Cosí fan tutte von W.A. Mozart für die Mozartwoche der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg.

In der Spielzeit 2003/2004 inszenierte Christine Mielitz an der Staatsoper Wien Richard Wagners Der Fliegende Holländer sowie Parsifal, in der Saison 2005/06 Verdis Otello als Koproduktion in Tokio und Wien. An der Hamburgischen Staatsoper inszenierte sie zur Spielzeiteröffnung 2007/08 Hoffmanns Erzählungen von Jacques Offenbach.

Von 2002 bis 2007 war Frau Mielitz Operndirektorin und von 2007/2008 bis Ende 2010 Intendantin der Oper des Theaters Dortmund. In Dortmund führte Christine Mielitz bisher Regie bei Wagners Die Meistersinger von Nürnberg, Jenufa von Leoš Janá?ek, Tschaikowskys Eugen Onegin, Bergs Wozzeck, Puccinis Madama Butterfly, Meyers Das Treffen in Telgte sowie Wagners Das Rheingold. In den Spielzeiten 2005/06 und 2006/07 widmete sie sich der Fertigstellung des Ring des Nibelungen sowie den Neuinszenierung von Mozarts Singspiel Die Entführung aus dem Serail sowie Giuseppe Verdis Rigoletto.

In der Saison 2007/08 führte sie bei den Dortmunder Produktionen Die verkaufte Braut und dem Doppelabend Cavalleria Rusticana/I Pagliacci, sowie bei Fidelio am Meininger Theater Regie.

In der Saison 2008/2009 kamen Inszenierungen von Tosca, Der junge Lord und Oedipus Rex und 2009/2010 Lohengrin und Orpheus und Eurydike am Theater Dortmund dazu. Zusätzlich eröffnete Frau Mielitz 2008 die erste eigenständige Kinderoper Deutschlands und ist Mitglied des Kuratoriums der Deutschen Bank Stiftung „Akademie Musiktheater heute“.

In den vergangenen Saisonen inszenierte Christine Mielitz Tristan und Isolde in Dortmund, Gogol von Lera Auerbach am Theater an der Wien, Moskau von Schostakowitsch in Dresden und die Uraufführung der Oper Wüstung von Samy Moussa in Regensburg.


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