Der Hamburger Regisseur Christian Pade ist ein »Grenzgänger« zwischen Schauspiel und Musiktheater. Christian Pade studierte Regie und Schauspiel an der Otto-Falckenberg-Schule München. Anschließend arbeitete er als Regieassistent an den Münchner Kammerspielen u. a. mit Dieter Dorn, Hans Lietzau, Herbert Achternbusch und Volker Schlöndorff zusammen. Seit 1990 inszenierte er an renommierten Häusern wie den Staatstheatern von Stuttgart (Die Ermittlung von Peter Weiss), Hannover (Die Ausweitung der Kampfzon von Michel Houllebecq, Die göttliche Komödie nach Dante) und Kassel (Frühlings Erwachen von Frank Wedekind) und dem Schauspiel Frankfurt (Jeff Koons von Rainald Goetz) zahlreiche Theaterproduktionen. In seiner Zeit als Mitglied der Schauspielleitung am Theater Bremen erarbeitete er gemeinsam mit dem Ausstatter Alexander Lintl u. a. Friedrich Schillers Wilhelm Tell, Tankred Dorsts Künstler und Heinrich von Kleists Der zerbrochne Krug.
Seine Beschäftigung mit dem Musiktheater begann am Staatstheater Darmstadt mit einer Inszenierung der Operette Madame Pompadour von Leo Fall. Er inszenierte an der Berliner Staatsoper Henzes Elegie für junge Liebende und Fidelio von Ludwig van Beethoven an der Oper Dortmund. 2005 eröffnete die Hamburgische Staatsoper ihre Spielzeit mit seiner Inszenierung von Paul Hindemiths Mathis der Maler. An der Oper Frankfurt erarbeitete Christian Pade Benjamin Brittens The Turn of the Screw, Modest Mussorgskis Chowanschtschina und Tschaikowskis Pique Dame. Als Auftragswerk der Opern Frankfurt und Köln inszenierte er die Uraufführung von Detlev Glanerts Caligula. Mit Modest Mussorgskis Boris Godunow präsentierte Christian Pade seine Arbeit erstmals an der Dresdner Semperoper. Zuletzt kehrte er an die Berliner Staatsoper mit Johann Strauss‘ Fledermaus zurück.