
Die in Bamberg geborene Künstlerin absolvierte ihr Studium in Berlin und Basel und arbeitete an der Münchner Singschul' mit Astrid Varnay.
Oper
Ihr Bühnendebüt gab die Künstlerin als Dryade in "Ariadne auf Naxos" am Teatro de Liceu in Barcelona, wohin sie später für den "Ring des Nibelungen" zurückkehrte.
1995 debütierte sie als Page in "Salome" an der Berliner Staatsoper, wo sie von 1995 bis 1997 Ensemblemitglied war und der sie mit Gastverträgen eng verbunden blieb. So sang sie an diesem Haus u.a. Erda ("Siegfried"), Maddalena ("Rigoletto"), Hänsel ("Hänsel und Gretel"), Margret ("Wozzeck"), Gymnasiast ("Lulu") und Magdalene ("Meistersinger von Nürnberg") sowie in "Rheingold", "Götterdämmerung" und "Elektra" unter Dirigaten von D. Barenboim, A. Fish, M. Gielen, F. Luisi, Z. Mehta und S. Young. Hier wirkte sie auch im November 2008 bei der Uraufführung von Peter Ruzickas Oper "Hölderlin" mit. 2009 kehrte sie für die Wiederaufnahme zurück und war im Frühjahr und Herbst auch als Annina im "Rosenkavalier" unter der Leitung von Ph. Jordan zu hören. 2010 sang sie eine Hauptrolle in "Der Ferne Klang" von Franz Schreker. Auch 2011 ist sie an die Staatsoper Berlin verpflichtet.
1996 wirkte sie erstmals bei den Bayreuther Festspielen in "Walküre" (J. Levine) und "Parsifal" (G. Sinopoli) mit, wohin sie in der Folge regelmäßig zurückkehrte.
1997 debütierte die Künstlerin mit großem Erfolg als Erda in "Siegfried" (D. Runnicles) an der Wiener Staatsoper, wo sie von 1997 bis 1999 zum festen Ensemble gehörte und u.a. als Erda in "Rheingold" und "Siegfried" (P. Schneider), Dritte Dame in der "Zauberflöte", die Stimme der Mutter in "Les contes d'Hoffmann", Mary im "Fliegenden Holländer", 1. Norn in "Götterdämmerung" und als Magdalene in "Meistersinger" zu erleben war. Sie nahm auch am ersten Gastspiel der Staatsoper mit "Le nozze Die Hochzeit des Figaro" in China teil.
Von 2003 bis 2008 war sie Ensemblemitglied an der Volksoper Wien, wo sie zahlreiche Premieren, u.a. "Sommernachtstraum", "Boris Godunow", "Martha", "Die Ausflüge des Herrn Broucek", und Repertoirevorstellungen sang, u.a. Hänsel, Prinz Orlofsky ("Fledermaus"), Magdalene ("Die Meistersinger von Nürnberg"), Dritte Dame ("Zauberflöte), Stimme der Mutter ("Hoffmanns Erzählungen") und ihr erfolgreiches Debut als Magdalena ("Der Evangelimann").
Gastengagements führten Andrea Bönig u.a. an die Deutsche Oper Berlin, die Mailänder Scala, nach Rom, zu den Salzburger Osterfestspielen, ans Teatro Bellini in Catania, zum Maggio Musicale in Florenz, nach Taiwan und Tokio, ans Theatre du Chatelet in Paris sowie an die Nederlandse Oper Amsterdam. Am Meininger Theater verkörperte sie in der erfolgreichen und international beachteten Neuproduktion des "Ring des Nibelungen" (Regie: Christine Mielitz, Dirigent: Kyrill Petrenko) erstmals Fricka und Waltraute.
Am Opernhaus Zürich wirkte sie bei einer Fernsehaufzeichnung von "Lulu" (F. Welser-Möst) mit, die auch auf DVD erschienen ist. Im Teatro de Liceu sang sie 2003 und 2004 erneut im "Ring" die Fricka ("Rheingold" und "Walküre") und die Erda ("Rheingold" und "Siegfried"). Auch diese Aufführungen wurden als DVDs produziert.
Unter anderem arbeitet die Künstlerin häufig mit Regisseuren wie Sven-Eric Bechtolf, Patrice Chereau, Alfred Kirchner, Harry Kupfer, Christine Mielitz und Peter Mussbach.
Konzert
Andrea Bönig ist außerdem ein häufiger Gast auf dem Konzertpodium, wo sie mit ihrem breiten Repertoire von Bach-Passionen, Beethovens "Missa solemnis", Elgars "Sea-Pictures", Mahlers Symphonien und Orchester-Liedern, Mozarts "Requiem" und Strawinsky's "Les Noces" bis hin zu Verdis "Requiem" und in Europa, Amerika und Asien zu hören war.
In Amsterdam gastierte sie beim Mahler-Marathon mit dem "Lied von der Erde" (H. Haenchen), außerdem beim Bergen Philharmonic Orchestra (S. Young), in der Berliner Philharmonie und im Berliner Konzerthaus unter D. Barenboim und C. Abbado, in Chicago (ebenfalls D. Barenboim),Genua (J. Jones), Kopenhagen (H. Haenchen), Paris (D. Barenboim, B. de Billy), Tokio (G. Sinopoli, D. Barenboim) und Wien (u.a. S. Weigle).