Tanja Ariane Baumgartner, Mezzosoprano

Tanja Ariane Baumgartner zählt zu den führenden Mezzosopranistinnen unserer Zeit. Spätestens mit der Fricka (Rheingold/Walküre) bei den Bayreuther Festspielen 2017 sowie an der Lyric Opera Chicago, ihrer fulminanten Cassandre (Les Troyens) an der Oper Frankfurt und ihrem spektakulären Ortrud-Debüt (Lohengrin) an der Staatsoper Hamburg hat sie sich international an die Spitze der dramatischen Mezzosoprane gesungen.

In der Spielzeit 2019/20 wird sie in einer Neuproduktion von Hans Werner Henzes The Bassarids als Agaue an der Komischen Oper Berlin zu hören sein und als Eboli in Don Carlos, Maddalena in Rigoletto und Brangäne in Tristan und Isolde an der Oper Frankfurt. Zu weiteren Verpflichtungen dieser Spielzeit zählen Ortrud in Lohengrin an der Hamburgischen Staatsoper, Fricka und Waltraute in Wagners Ring des Nibelungen an der Lyric Opera in Chicago und Kundry in Parsifal an der Deutschen Oper Berlin. 

An ihrem Stammhaus, der Frankfurter Oper, war sie in der Saison 2018/19 als Clairon in Capriccio, Iokaste in Oedipus Rex, Preziosilla in Forza del destino und Gaea in Daphne zu hören. An der Oper Zürich sang sie die Venus in Tannhäuser. Konzerte führten die Mezzosopranistin unter anderem mit Mahlers Lied von der Erde zu den Münchner Philharmonikern nach München und Hamburg und nach Paris zum Orchestre Philharmonique de Radio France mit Beethovens Symphonie Nr. 9. Im Brucknerhaus Linz übernahm sie die Giuditta in Betulia liberata. 

Zu bisherigen Erfolgen zählen ihr triumphales Kundry-Debüt (Parsifal) an der Vlaamse Opera Antwerpen, Azucena (Trovatore) und Principessa de Bouillon (Adriana Lecouvreur) an der Oper Frankfurt sowie die Agaue in The Bassarids bei den Salzbuger Festspielen unter der Leitung von Kent Nagano. 

Tanja Ariana Baumgartner gehört seit der Spielzeit 2009/10 zum Ensemble der Oper Frankfurt. Zu ihren Frankfurter Erfolgen zählen u.a. Carmen, Cornelia (Giulio Cesare in Egitto), Eboli (Don Carlo), Gora in der deutschen Erstaufführung von Reimanns Medea (auf CD bei OehmsClassics erschienen), Amme (Die Frau ohne Schatten), Fremde Fürstin (Rusalka), Iokaste (Oedipe), Tigrana (Puccini-Edgar), Charlotte (Werther), Gaea (Daphne) und die Titelpartie von Othmar Schoecks Penthesilea.

Neben ihren Verpflichtungen in Frankfurt gab Tanja Ariane Baumgartner in der Saison 2016/17 ihr Rollendebüt als Küsterin (Jenufa) in Santiago de Chile und war 2015/16 in Toulouse als Judith in Herzog Blaubarts Burg, am Theater an der Wien als Clairon in Capriccio und an der Deutschen Oper Berlin als Brangäne in Tristan und Isolde zu erleben. Außerdem gab sie im Sommer 2013 ihr Debüt am Royal Opera House in London als Clairon in Strauss’ Capriccio und gastierte beim Festival in Edinburgh als Judith in Bartoks Einakter Herzog Blaubarts Burg. Die Mezzosopranistin debütierte 2010 bei den Salzburger Festspielen als Gräfin Geschwitz in Lulu und kehrte 2012 als Charlotte in Zimmermanns Soldaten nach Salzburg zurück. 

Tanja Ariane Baumgartner studierte zunächst Violine an der Musikhochschule in Freiburg, dann Gesang in Karlsruhe, Wien und Sofia.

2019/20


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