Nikolai Schukoff, Tenor

Der österreichische Tenor Nikolai Schukoff beginnt die Saison 2019/20 als Florestan in konzertanten Aufführungen von Beethovens Fidelio in Biel. Anschließend gastiert er als Ödipus in Aufführungen von Ödipus Rex in Madrid und wird danach zu Beethovens Symphonie Nr. 9 unter der Leitung von Laurence Foster in Marseille erwartet. In diesem Werk wird er auch in einer NHK Konzertserie unter der Leitung von Simone Young in Tokyo auftreten. Das Théâtre du Capitole Toulouse hat den Tenor für die Titelpartie in der Neuproduktion Parsifal verpflichtet. Anschließend singt er den Jim in einer Produktion von Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny an der Nederlandse Opera Amsterdam. Als Parsifal kehrt er an das Nationaltheater Mannheim zurück und singt in Weinbergers Passagierin am Teatro Real Madrid, bevor er beim Schleswig-Holstein-Festival in Bruckners Te Deum unter der Leitung von Christoph Eschenbach zu hören sein wird.

Zu den wichtigsten Verpflichtungen der vergangenen Spielzeiten gehören der Boris in Katia Kabanovaam Teatro del Liceu Barcelona, die Tenor-Hauptpartie in der Uraufführung von Glanerts Oceane an der Deutschen Oper Berlin, der Jim Mahoney in Weills Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny in Aix-en-Provence, Mahlers Symphonie Nr.8 unter Dmitri Kitajenko in Zagreb sowie unter Jukka-Pekka Saraste bei den Chorégies d‘ Orange, die Titelpartie in Parsifal an der Finnish National Opera Helsinki, konzertante Aufführungen von d’Alberts Tiefland beim Budapest Festival sowie der Teiresias in Henzes The Bassarides bei den Salzburger Festspielen 2018 in der Regie von Krzystof Warlikowski und mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Kent Nagano.

Nikolai Schukoff studierte am Mozarteum in Salzburg. Sein erster Parsifal, den er 2007 an der Staatsoper München für Placido Domingo übernahm, brachte den internationalen Durchbruch. Er sang diese Rolle in Folge an vielen wichtigen Opernhäusern (Dresden, Hamburg, Lyon, Paris, Wagner-Festival Budapest etc.).

Weitere Meilensteine bildeten 2013 der erste Siegmund/Walküre unter der Leitung von Zubin Mehta in Valencia und eine Produktion von Carmen an der Metropolitan Opera New York. Don José ist eine seiner meistgesungen und erfolgreichsten Rollen, in der er regelmäßig auftritt: Baden-Baden, Châtelet/Paris, Hamburg, Liceu/Barcelona, Opéra de Paris, Dresden u.a.

Nikolai Schukoff gilt als exzellenter Sänger-Darsteller und ist bekannt für seine intensiven Rollenportraits, wie Erik/Fliegender Holländer (Edinburgh Festival, München, Hamburg, Seattle, Madrid), Florestan/Fidelio (Lyon, Edinburgh, Prager Frühling), Lohengrin (Amsterdam, Mannheim, Saint-Etienne), Jim Mahoney/Mahagonny (Toulouse, Santiago, Buenos Aires), Max (Genf, Hamburg, Paris) und Oedipus Rex (Lissabon und Paris).

Zuletzt verbuchte er große Erfolge als Eléazar in Halevy's La Juive in Lyon, als Pedro in Tiefland am Théâtre du Capitole in Toulouse, bei der Abschieds-Wagner-Gala der Staatsoper Berlin unter Simone Young und als Siegmund beim Wagner-Festival in Leipzig.

Im Konzertfach singt Nikolai Schukoff regelmäßig u.a. Schönbergs Gurrelieder (Musikverein/Wien mit Zubin Mehta, Enescu Festival, Canaria Festival), Gustav Mahlers Symphonie Nr.8 (Paris unter Christoph Eschenbach und Daniele Gatti, Rom unter Antonio Pappano, Valencia unter Yaron Traub, Frankfurt unter Paavo Järvi, Hamburg, Kopenhagen, Prag) und Das Lied von der Erde (Opéra de Paris, Concertgebouw, Lucerne Festival, London, Bregenz Festival), die Symphonie Nr.9 und Missa Solemnis von Beethoven.

Seine Ausflüge in die Operette, die als Einspielungen bei unterschiedlichen Labels dokumentiert sind, erhalten hervorragende Kritiken, wie z.B. die Wiederentdeckung von Die Polnische Hochzeit von Joseph Beer.

2019/20


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