Nikolai Schukoff, Tenor

Der österreichische Tenor Nikolai Schukoff beginnt die Saison 2018/19 mit Aufführungen von Mahlers Symphonie Nr.8 unter der Leitung von Dmitri Kitajenko mit dem Zagreb Philharmonic Orchestra. Danach singt er den Boris in einer Neuproduktion von Janaceks Katia Kabanova am Teatro del Liceu Barcelona. Die Deutsche Oper Berlin hat den Tenor für die Uraufführung der Glanert-Oper Oceane verpflichtet. Bei den Festspielen von Aix-en-Provence übernimmt er die Partie des Jim Mahoney in der Neuproduktion von Weills Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny und wird in der Partie auch konzertant mit dem London Philharmonia Orchestra zu hören sein.

Zu den wichtigen Verpflichtungen der Saison 2017/18 zählten der Parsifal in einer Neuproduktion an der Finnish National Opera Helsinki, konzertante Aufführungen von d’Alberts Tiefland beim Budapest Festival sowie der Teiresias in Henzes The Bassarides bei den Salzburger Festspielen 2018 in der Regie von Krzystof Warlikowski und mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Kent Nagano.

Nikolai Schukoff studierte am Mozarteum in Salzburg. Sein erster Parsifal, den er 2007 an der Staatsoper München für Placido Domingo übernahm, brachte den internationalen Durchbruch. Er sang diese Rolle in Folge an vielen wichtigen Opernhäusern (Dresden, Hamburg, Lyon, Paris, Wagner-Festival Budapest etc.).

Weitere Meilensteine bildeten 2013 der erste Siegmund/Walküre unter der Leitung von Zubin Mehta in Valencia und eine Produktion von Carmen an der Metropolitan Opera New York. Don José ist eine seiner meistgesungen und erfolgreichsten Rollen, in der er regelmäßig auftritt: Baden-Baden, Châtelet/Paris, Hamburg, Liceu/Barcelona, Opéra de Paris, Dresden u.a.

Nikolai Schukoff gilt als exzellenter Sänger-Darsteller und ist bekannt für seine intensiven Rollenportraits, wie Erik/Fliegender Holländer (Edinburgh Festival, München, Hamburg, Seattle, Madrid), Florestan/Fidelio (Lyon, Edinburgh, Prager Frühling), Lohengrin (Amsterdam, Mannheim, Saint-Etienne), Jim Mahoney/Mahagonny (Toulouse, Santiago, Buenos Aires), Max (Genf, Hamburg, Paris) und Oedipus Rex (Lissabon und Paris).

Zuletzt verbuchte er große Erfolge als Eléazar in Halevy's La Juive in Lyon, als Pedro in Tiefland am Théâtre du Capitole in Toulouse, bei der Abschieds-Wagner-Gala der Staatsoper Berlin unter Simone Young und als Siegmund beim Wagner-Festival in Leipzig.

Im Konzertfach singt Nikolai Schukoff regelmäßig u.a. Schönbergs Gurrelieder (Musikverein/Wien mit Zubin Mehta, Enescu Festival, Canaria Festival), Gustav Mahlers Symphonie Nr.8 (Paris unter Christoph Eschenbach und Daniele Gatti, Rom unter Antonio Pappano, Valencia unter Yaron Traub, Frankfurt unter Paavo Järvi, Hamburg, Kopenhagen, Prag) und Das Lied von der Erde (Opéra de Paris, Concertgebouw, Lucerne Festival, London, Bregenz Festival), die Symphonie Nr.9 und Missa Solemnis von Beethoven.

Seine Ausflüge in die Operette, die als Einspielungen bei unterschiedlichen Labels dokumentiert sind, erhalten hervorragende Kritiken, wie z.B. die Wiederentdeckung von Die Polnische Hochzeit von Joseph Beer.

2018/19

 


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